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Stadtwerke Norderstedt nehmen neuen Solarpark in Betrieb

8,8-Megawatt-Anlage liefert erneuerbaren Strom für rund 3.200 Haushalte und stärkt die Energieversorgung im Zuge der Wärme- und Stromwende

Die Stadtwerke Norderstedt haben einen neuen Solarpark in Betrieb genommen und damit einen weiteren wichtigen Baustein ihrer regionalen Energiewende umgesetzt. Auf einer Fläche von 80.000 Quadratmetern erzeugen künftig 14.300 Solarmodule mit jeweils 615 Watt Peak eine Gesamtleistung von 8,8 Megawatt Peak. Das entspricht rechnerisch dem Strombedarf von rund 3.200 Haushalten. Gleichzeitig werden jährlich etwa 3.100 Tonnen CO vermieden.

Mit dem Projekt reagieren die Stadtwerke auf die wachsende Bedeutung einer verlässlichen und klimafreundlichen Stromversorgung. Denn mit dem Transformationsprozess zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung steigt auch der Strombedarf. Elektrifizierte Wärmelösungen, neue technische Anwendungen und die sektorenübergreifende Kopplung von Strom und Wärme machen den Ausbau erneuerbarer Erzeugung zu einem zentralen Bestandteil der kommunalen Infrastrukturentwicklung.

„Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gelingt nur mit einer starken, regionalen und erneuerbaren Strombasis“, sagt Werkleiter Nico Schellmann. „Deshalb investieren wir konsequent in eigene Erzeugungskapazitäten und in eine Infrastruktur, die den Anforderungen des künftigen Energiesystems gerecht wird. Der neue Solarpark ist dafür ein wichtiger, sichtbarer Schritt.“

Die Stadtwerke Norderstedt verfolgen bei der Transformation einen integrierten Ansatz. Neben dem Ausbau der eigenen Stromerzeugung treiben sie weitere Maßnahmen und Projekte voran, darunter die Nutzung von Abwärme, die Entwicklung von Geothermie sowie die Digitalisierung des Stromnetzes. Ziel ist es, Erzeugung und Verbrauch zunehmend intelligent aufeinander abzustimmen und über eine netzdienliche Steuerung die vorhandene Infrastruktur effizient zu nutzen.

„Im Geschäftsbereich Strom sehen wir, wie stark sich die Anforderungen an Netz und Versorgung verändern“, sagt Projektleiter Dennis Wischnewski. „Mit mehr dezentraler Erzeugung, mit elektrifizierter Wärme und mit neuen Verbrauchsstrukturen wächst die Bedeutung digitaler Netzsteuerung. Deshalb bauen wir nicht nur erneuerbare Erzeugung aus, sondern entwickeln auch unser Netz gezielt weiter, damit Strom netzdienlich, flexibel und sicher integriert werden kann.“

Die Solaranlage ist auf eine Nutzungsdauer von 20 Jahren ausgelegt. Zugleich bringt das Projekt auch ökologische Vorteile für den Standort. Die Fläche, zuvor von landwirtschaftlicher Monokultur geprägt, bietet künftig bessere Voraussetzungen für eine Steigerung der Biodiversität.

„Wir verstehen den Ausbau erneuerbarer Energien nicht als Einzelmaßnahme, sondern als Teil einer umfassenden Transformationsstrategie“, so Schellmann. „Es geht darum, Versorgungssicherheit, Klimaschutz und technologische Weiterentwicklung vor Ort zusammenzubringen. Genau daran arbeiten wir mit einer Vielzahl von Projekten.“

Der neue Solarpark ist damit nicht nur ein Beitrag zur regionalen Stromerzeugung, sondern auch ein technischer und strategischer Baustein für das zukünftige Energiesystem in Norderstedt.

Fakten zum Solarpark

  • Fläche: 80.000 m² / 8 Hektar

  • Anzahl der Module: 14.300

  • Leistung je Modul: 615 Watt Peak

  • Gesamtleistung: 8,8 Megawatt Peak

  • Jährlicher Ertrag rund 8,5 GWh

  • Strom für: rund 3.200 Haushalte

  • CO-Vermeidung: rund 3.100 Tonnen pro Jahr

  • Geplante Nutzungsdauer: 20 Jahre

  • Zusätzlicher Effekt: Steigerung der Biodiversität auf vormals landwirtschaftlich genutzter Fläche