eine Hand hält ein Glas unter den laufenden Wasserhahn

Wasser

Das wertvollste Lebensmittel – in bester Qualität.

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Der ständige Kreislauf des Trinkwassers

Trinkwasser ist eine unendliche Ressource. Im Gegensatz zum Erdöl oder Erdgas wird es nicht verbraucht, sondern genutzt und danach wieder dem Kreislauf zugeführt. Betrachtet man die weltweite Verteilung der Wassermengen, gehört Deutschland zu den wasserreichen Ländern. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der pro Kopf Wasserverbrauch in Deutschland seit 1991 rückläufig ist könnte man meinen, dass bei der Trinkwasserversorgung alles im grünen Bereich ist. Trotzdem steht auch die deutsche Wasserwirtschaft vor der Herausforderung einer nachhaltigen Gestaltung der Trinkwasserversorgung. Mehr dazu in unserem Video.

Welche Rolle spielt das Grundwasser im Wasserkreislauf?

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde schätzt die Wassermenge, die in Grund- und oberirdischen Binnengewässern Deutschlands vorhanden ist, auf 188 Milliarden Kubikmeter. Davon sind rund 49 Milliarden Kubikmeter Grundwasser. Das sind 26 Prozent unseres gesamten Wasserbestandes. Global betrachtet ist dies eine sehr komfortable Situation, denn nur 2,5 Prozent aller weltweiten Wasserressourcen sind Süßwasser, von dem wiederum nur 0,5 Prozent sichtbar sind. Der große Rest ist vor allem als Eis in Antarktis und Grönland gespeichert – und eben Grundwasser. Als Teil des Wasserkreislaufs stammt es überwiegend aus Regenwasser, das durch den Boden bis in die sogenannten Grundwasserleiter sickert. Dies sind Gesteinskörper, deren Hohlräume geeignet sind, es weiterzuleiten. 74 Prozent unseres Trinkwassers stammen aus Grundwasser. Damit ist es die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands – und als weltweit meistgenutzter Rohstoff gleichzeitig von zentraler Bedeutung als Wirtschaftsgut für Industrie und Landwirtschaft. Weltweit versorgen sich heute etwa zwei Milliarden Menschen mit Grundwasser, einer Ressource, die sich im Gegensatz zu anderen Ressourcen, wie Gas und Öl, nicht verbraucht, sondern wieder erneuert, jedoch sehr ungleich auf dem Globus verteilt ist.

Wie steht es um das Grundwasser in Norderstedt?

Die Ressource Wasser zählt zu den globalen Nachhaltigkeitszielen der Stadtwerke Norderstedt. Wir betreiben drei Wasserwerke zur Versorgung der Norderstedter Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser. Dabei fördern wir nur so viel Grundwasser, wie sich selbst regeneriert. Hydrologische Institute analysieren die Entwicklung des Grundwasserspiegels und Fachlabore untersuchen die Wasserqualität hinsichtlich der Anforderungen der strengen Trinkwasserverordnung sowie chemisch-technischer und hygienische Parameter. Darüber hinaus stehen die Verantwortlichen der Stadtwerke Norderstedt in regelmäßigem Kontakt zu regionalen und nationalen Fachverbänden und suchen darüber hinaus aktiv den Kontakt zu lokalen Partnern in der Sache, wie zum Beispiel der Landwirtschaft.

Wie sichern die Stadtwerke Norderstedt das Grundwasser auch in Zukunft?

Die Norderstedter Trinkwasserversorgung ist mit den Wasserwerken in Garstedt, Harksheide und Friedrichsgabe sowie ihren Brunnen für viele Jahre sicher. Bei der strategischen Planung der Infrastrukturen wird jedoch in Zeithorizonten von Jahrzehnten gedacht und mögliche Veränderungen werden sehr genau beobachtet. „Bei uns ist die Versorgung zum Glück sichergestellt. Aber trotzdem müssen wir uns den Wert unserer Trinkwassersituation immer wieder bewusstmachen“, sagt Nico Schellmann, Werkleiter Netze und Technik der Stadtwerke Norderstedt. „Die Auswirkungen sich ändernder Klimabedingungen können auch in Deutschland spürbar werden. Im Rahmen unseres Wassermanagements beobachten und analysieren wir die Quantität und Qualität der Wasservorkommen und die Grundwasserspiegel regelmäßig. Die Ergebnisse fließen dann unmittelbar in unsere Versorgungsstrategie ein“, so Schellmann. Die größten Herausforderungen der derzeitigen Wasserversorgung sind, die Qualität des Wassers zu sichern und in Spitzenzeiten ausreichende Mengen bereitzustellen.

Was kann man tun, um Grundwasser als Schatz der Natur zu bewahren?

Jeder Haushalt und jede einzelne Person kann einen wichtigen Beitrag leisten. Dazu gehört zunächst das Bewusstsein, wofür Wasser überhaupt verwendet wird. Der Haushaltswasserbedarf eines Deutschen liegt bei 127 Litern am Tag. Sparpotenziale gibt es hierzulande sprichwörtlich im Überfluss, denn nur circa drei Prozent des Wassers wird als Trinkwasser verwendet: Ein tropfender Wasserhahn verschwendet circa 5.500 Liter Wasser pro Jahr und eine Sprinkler-Anlage kann an einem Tag ungefähr so viel Wasser wie eine Durchschnittsfamilie mit vier Personen benötigen. Eine volle Badewanne fasst ungefähr 140 Liter Wasser, bei normalem Duschen wird nur ein Drittel dieser Menge eingesetzt. Da bei beidem warmes Wasser benutzt wird, reduziert sich automatisch auch der Energiebedarf.

Aufgrund von Tierhaltung, Landwirtschaft, Fischzucht, Ausscheidungen von Mensch und Tier, aber auch durch unsachgemäße Entsorgung sind Arzneimittelrückstände und Wirkstoffe von Pflanzenschutzmitteln ein wachsendes Problem in unserem Grundwasser.

Entsorgen Sie daher Medikamente immer über die Restmülltonne oder in Apotheken: und in keinem Fall im Waschbecken oder in Toiletten.

Neue Geräte? Wasserverbrauch berücksichtigen.

Besonders bei Wasch- und Spülmaschinen sollte beim Kauf auf den Wasserverbrauch geachtet werden. Waschmaschinen gehören zu den Haushaltsgeräten, die am meisten Wasser verbrauchen. Entscheidend für den Wasserverbrauch ist dabei das Alter der Waschmaschine. So kann man bei neuen Waschmaschinen mit circa 50 Litern pro Waschgang rechnen. Waschmaschinen über 30 Jahre verbrauchen bei einem Waschgang durchschnittlich 180 Liter.

 

Was kann man mit 1.000 Litern Trinkwasser wie oft machen?

Wasserbedarf einer Person decken

9 Tage

Händewaschen

500 x

Wäsche waschen

22 Maschinen

Spaghetti kochen

200 Töpfe

Wärmflaschen füllen

1.000 Wärmflaschen

Zähne putzen

1.250 Tage lang 2x täglich

Wasser trinken

4.000 Gläser

Kaffee kochen

5.555 Tassen

Virtuelles Wasser

Tatsächlich sind die täglich 127 Liter pro Person benötigten Wassers aber nur ein sehr geringer Teil des gesamten Wasserbedarfs. Dieser liegt bei etwa 4.000 Liter pro Person und wird für die Produktion von Nahrungs- und Industriegütern verwendet. Einige Beispiele: Um ein Auto zu produzieren, werden circa 400.000 Liter Wasser benötigt, für eine Jeans etwa 6.000 Liter und für ein Blatt Papier knapp drei Liter. Auch die Herstellung von Lebensmitteln kostet enorm viel Wasser: pro Kilo Rindfleisch etwa 15.500 Liter, für Brot oder Orangensaft 1.000 Liter, bei Bier jedoch nur fünf Liter. Kenntnisse über dieses sogenannte „virtuelle Wasser“ können sehr hilfreich sein, den eigenen ökologischen Fußabdruck deutlich zu reduzieren und auch die Ressource Grundwasser nachhaltig zu schonen.

Trinkwasser trinken

Unser Norderstedter Leitungswasser ist ein echtes Mehrzweckwasser - denn es hat Trinkwasserqualität. Damit ist es nicht nur zum Abspülen, Putzen und Waschen gut, sondern auch besonders geeignet für den täglichen Wasserbedarf Ihres Körpers.

Das Praktische an unserem Trinkwasser aus der Leitung ist nicht nur, dass es komfortabel verfügbar ist, sondern auch, dass es aufgrund des Wegfalls des Verpackungsmaterials, intensiver chemischer Flaschenreinigung und vor allem den Transportwegen vom Abfüllenden zum Verbrauchenden, besonders umweltschonend. 

Tipp: Fingerprobe

Egal ob gesprudelt oder ungesprudelt, ist Trinkwasser aus der Leitung eine Erfrischung. Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Trinkwasser-Installation "stagniert" (gestanden) hat, sollte jedoch nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden.

Lassen Sie das Stagnationswasser einfach ablaufen und machen Sie die „Fingerprobe“: Frisches Wasser ist merklich kühler als Stagnationswasser.

Faire Preise

Trinkwasser ist ein kostbares Gut, sollte aber nicht zum kostspieligen Produkt werden. Deshalb bieten wir faire Wasserpreise basierend auf einem monatlichen Grundpreis und einem günstigen Verbrauchspreis. So sind Sie optimal versorgt.

Tipp: Gartenwasserzähler installieren und Geld sparen!

Für das Wasser, das Sie für Ihren Garten verwenden, können Sie sich einen zusätzlichen eigenen Zähler einbauen lassen. Nach Anmeldung bei uns müssen Sie für den Wasserverbrauch, der über diesen Zähler in den Garten geleitet wird, keine Abwassergebühren mehr zahlen.

Rechnet sich das? Ja, sofern Sie pro Jahr mindestens 12.000 Liter für die Gartenbewässerung verwenden, lohnt sich die Investition.

Preisblätter Wasser

Preise ab 01. Januar 2022

Preise ab 01. Januar 2021

Preise ab 01. April 2020

Formulare, Wasseranalysen & Co.

Anmeldung Gartenwasserzähler

Austausch eines Wasserzählers zur Gartenbewässerung

Untersuchung auf Arzneimittelrückstände

Wasseranalyse Friedrichsgabe

Wasseranalyse Harksheide

Wasseranalyse Garstedt

Häufig gestellte Fragen

Wie ist der Härtegrad unseres Wassers?

In unserem Trinkwasser sind Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium enthalten. Sie machen das Wasser "hart", "mittel" oder "weich". Das von den Stadtwerken Norderstedt bereitgestellte Trinkwasser weist eine Gesamthärte zwischen 1,42 und 2,07 mmol pro Liter auf und ist damit weich bis mittel.

Ich möchte einen Brunnen bohren. Was muss ich beachten?

Bevor Sie starten, informieren Sie bitte das TechnikCenter der Stadtwerke Norderstedt über Ihr Vorhaben. Reichen Sie dabei eine kurze, formlose Begründung ein, warum Sie diesen Brunnen benötigen. Sie erhalten dann von uns eine Teilbefreiung, die Sie bei der Unteren Wasserbehörde des Kreises Segeberg einreichen können. Von dort erhalten Sie die endgültige Genehmigung für Ihren Brunnen.

Sie erreichen unser TechnikCenter telefonisch unter 040 52104-4040 oder per E-Mail unter TC@Stadtwerke-Norderstedt.de.

Ab wann lohnt sich die Investition in einen Gartenwasserzähler?

Die Kosten für Kauf und Installation eines Gartenwasserzählers lohnen sich, wenn Sie dauerhaft mindestens 12.000 Liter im Jahr für die Gartenbewässerung verwenden.

Beispielrechnung:

Kosten für den Einbau eines Gartenwasserzählers = ca. 150 €
Einsparung pro m³ Verbrauch = 2,08 € Abwassergebühr
Notwendiger Wasserverbrauch für Amortisation in 6 Jahren = 150 € / 6 Jahre = 25 € pro Jahr
25 € / 2,08€ (pro m³) = 12,019 m³

Es ist somit ein jährlicher Wasserverbrauch über den Gartenwasserzähler in Höhe von 12,019m³ erforderlich, damit sich der Einbau innerhalb einer Zähler-Eichzeit amortisiert, also keine Mehrkosten entstehen.

Um pro Jahr zum Beispiel eine Kostenersparnis von 50 € zu haben, müssten 36,057 m³ in dem Jahr im Garten verbraucht werden.

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