Einspeisung in unser Stromnetz

Auf dieser Seite möchten wir Sie über die Konditionen und Vertragsbedingungen zur Einspeisung von Strom aus Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) informieren.

Anschluss von Einspeiseanlagen

Für den Anschluss einer KWK-Anlage stellen wir Ihnen hier einen Leitfaden zur Verfügung. Einen ähnlich lautenden Leitfaden gibt es auch für Anlagen nach dem EEG. Die in den Leitfäden aufgeführten Richtlinien sind einzuhalten. Die dort aufgeführten erforderlichen Unterlagen (das Datenblatt und das Formblatt zur Inbetriebsetzung) finden Sie nebenstehend als Download. Alle Unterlagen reichen Sie bitte ausgefüllt nach Abschluss der Planungsphase bei uns ein.

Unabhängig der Einspeiseanlage beachten Sie bitte auch das gesetzlich geforderte Einspeisemanagement.

Vergütung des eingespeisten Stroms aus KWK-Anlagen

Die Vergütung des Stromes aus KWK-Anlagen besteht aus drei Komponenten. Dazu gehören die vermiedenen Netzentgelte, eventuell die Förderung nach dem KWK-G und die Vergütung des eingespeisten Stromes.
Die vermiedenen Netzentgelte richten sich nach der eingespeisten Menge. Der Netzbetreiber hat zum 15.10. eines jeden Jahres die Netzentgelte neu zu kalkulieren und zu veröffentlichen. Beginn der Abrechnung ist jeweils der 01.01. des darauf folgenden Jahres.

Für die Berechnung der vermiedenen Netzentgelte ist die Vermeidungsarbeit und – sofern gemessen – die Vermeidungsleistung zu berücksichtigen. Da die tatsächliche Höhe der vermiedenen Netznutzungsleistung erst im Nachhinein ermittelt werden kann, erfolgt die Gutschrift mit einem vorläufigen Leistungswert. Weicht der tatsächliche Wert davon ab, so erfolgt eine nachträgliche Korrektur im Folgejahr.

Die Förderung nach dem KWK-G orientiert sich an der bei Inbetriebnahme gültigen Fassung des Gesetzes. Eine Förderung wird nur dann auf die erzeugte Strommenge gewährt, wenn ein entsprechender Zähler installiert wurde. Fehlt ein geeichter Zähler zur Feststellung der Gesamterzeugung der Kundenanlage, so wird der gesetzliche Vergütungssatz nur für die gemessene eingespeiste Energiemenge vergütet.

Der eingespeiste Strom wird zum auf der Homepage der EEX veröffentlichten KWK-Index vergütet. Die Vergütungen stehen Ihnen übersichtlich auch nebenstehend zur Verfügung.

Vergütung des eingespeisten Stroms aus EEG-Anlagen

Für Einspeisungen in unser Stromnetz aus EEG-Anlagen werden die Vergütungssätze nach dem EEG in seiner jeweils gültigen Fassung gewährt. Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme gewährt. Die Höhe der Vergütung orientiert sich an der installierten Leistung und dem Inbetriebnahmedatum der Anlage.

vermiedene Netzentgelte nach dem Netzentgeltmoderniesierungsgesetz (NEMoG)

Nach § 120 Abs. 4 Satz 1 EnWG sind zur Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen durch volatile Erzeugungsanlagen nach § 3 Nr. 38a EnWG ab dem 01.01.2018 als Obergrenze diejenigen Netzentgelte der vorgelagerten Netz- oder Umspannebene zugrunde zu legen, die am 31.12.2016 anzuwenden waren.  Nach § 120 Abs. 5 sind von der Erlösobergrenze 2016 die Kostenbestandteile nach § 17s Abs. 7 EnWG und § 2 Abs. 5 EnLAG durch die Übertragungsnetzbetreiber vollständig herauszurechnen, so dass sich fiktive neue Netzentgelte zum 31.12.2016 ergeben. Diese wurden von dem uns vorgelagerten Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz AG in ein Preisblatt überführt, so dass auch wir nun in der Lage sind, unsere Preise für Einspeisemengen durch volatile Erzeugungsanlagen zum 01.01.2018 zu veröffentlichen.

Die veröffentlichten fiktiven Preise stehen unter dem Vorbehalt, dass

-          der vorgelagerte Netzbetreiber oder der Übertragungsnetzbetreiber keine neuen fiktiven Entgelte für 2016 veröffentlicht,

-          die Erlösobergrenze 2016 nicht auf behördliche oder gerichtlicher Entscheidungen nachträglich angepasst werden muss,

-          keine Anpassung unserer oder der vorgelagerten Entgelte aufgrund rechtlicher oder regulatorischer Vorgaben erforderlich wird.

In den vorstehend genannten Fällen würde eine Neubestimmung der Netzentgelte notwendig, die wir sodann nachträglich veröffentlichen werden.

Für Bestandsanlagen mit volatiler Erzeugung, die vor dem 01.01.2018 in Betrieb genommen wurden, reduzieren sich die Entgelte nach § 120 Abs. 3 EnWG i. V. m. § 18 Abs. 5 StromNEV zum

01.01.2018 um ein Drittel,

01.01.2019 um zwei Drittel,

und entfallen zum 01.01.2020 vollständig.

Für alle dezentralen Erzeugungsanlagen entfallen nach § 120 Abs. 1 Nr. 1 ab dem 01.01.2023 jegliche Entgelte für vermiedene Netznutzung. Es gelten für diese Anlagen bis zum Stichtagsdatum die im Preisblatt veröffentlichen Entgelte, wie sie zum 31.12.2016 fiktiv gültig gewesen wären.

Das Preisblatt steht hier und nebenstehend zum Herunterladen zur Verfügung.