Strompreisanpassung

Steigende Kosten durch die Erhöhung aller strompreisbildenden Bestandteile sorgen bundesweit für steigende Strompreise.

Die Stadtwerke Norderstedt nutzen die Preisanpassung zur Modernisierung der Tarifstruktur in der Grundversorgung.

Als innovatives Versorgungsunternehmen legen die Stadtwerke Norderstedt großen Wert darauf, dass ihre Strukturen aktuell und zukunftsfähig sind. Für die Tarifstruktur in der Grundversorgung trifft dies nicht zu. Nun machen steigende Preise an der Strombörse sowie die jährlich im Oktober durch die Bundesnetzagentur durchgeführte Bewertung und Anpassung der Netzentgelte, Abgaben und Umlagen eine Erhöhung des Strompreises um 1,9 Cent pro Kilowattstunde unumgänglich. Der von den Stromanbietern direkt beeinflussbare Anteil für Strombeschaffung, Vertrieb, Service und Dienstleistungen liegt bei gerade einmal 25% und das reicht nicht aus, um die steigenden Kosten innerbetrieblich auszugleichen.

Statt dabei ausschließlich den Arbeitspreis anzupassen, verteilen die Stadtwerke die gestiegenen Beschaffungskosten auf den Grund- UND den Arbeitspreis. „Wir heben den Grundpreis auf ein marktübliches Niveau an, statt die Preisanpassung ausschließlich über den Arbeitspreis zu realisieren. Damit sind wir wettbewerbsfähig und richten unsere Tarifstruktur an den Veränderungen des Strommarktes aus. Bei unseren erfolgreichen Sondertarifen „FairWatt“ und „TuWatt“ haben wir diese Strukturanpassung schon vor längerer Zeit eingeleitet und beide werden vom Markt gut angenommen. Für den Haushalt ist es unerheblich, welchen Weg wir wählen, da die jährlichen Stromkosten bei beiden Alternativen gleich sind“, sagt Jens Seedorff, Werkleiter der Stadtwerke Norderstedt. Für einen repräsentativen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.100 Kilowattstunden bedeutet dies Mehrkosten in Höhe von 3,35 Euro monatlich. Ab 1. Januar 2020 zahlt der Haushalt im Grundversorgungstarif E der Stadtwerke Norderstedt nun 60,00 Euro jährlich und 33,36 Cent pro Kilowattstunde. (Alle Angaben inklusive MwSt.)

„Mit Blick auf die Zukunft wissen wir schon heute, dass es nicht mehr darum gehen wird, wenig zu verbrauchen, um wenig zu zahlen. Vielmehr wird es darum gehen, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zur richtigen Zeit zu verbrauchen. Im Forschungsprojekt NEW 4.0 – Norddeutsche Energiewende sammeln wir gemeinsam mit rund 1.000 Haushalten Erfahrungen, wie wir überschüssigen Windstrom günstig an die Haushalte liefern können, statt die Windräder in verbrauchsschwachen Zeiten abzustellen. Voraussetzung ist, dass wir dem Haushalt mittels intelligenter Netze die Informationen bereitstellen, mit denen er seine Verbräuche planen kann“, erläutert Seedorff abschließend.