Soziales Engagement

...für den Neubau des Frauenhauses Norderstedt. Im Rahmen einer Kooperation der Stadtwerke Norderstedt und des Frauenhauses Norderstedt ist eine Publikation entstanden, die mehr ist als nur eine Broschüre über 35 Jahre Frauenhaus und das soziale Engagement der Stadtwerke Norderstedt ist.

„Das Frauenhaus Norderstedt ist ein bedeutender Teil der sozialen Infrastruktur der Stadt und ein wichtiger Raum für Frauen in einer kritischen Lebensphase. Wir haben uns daher gern dafür entschieden, uns für den Neubau des Norderstedter Frauenhauses zu engagieren, da diese Initiative unsere empfundene und gelebte Verantwortung in der Stadt sehr gut zum Ausdruck bringt“, sagt Jens Seedorff, Werkleiter der Stadtwerke Norderstedt. „Im Rahmen der Werbekooperation der Stadtwerke und des Frauenhauses Norderstedt ist eine Publikation entstanden, in der nicht nur unsere Motivation festgehalten ist. Vielmehr drückt sie den gesamtgesellschaftlichen Kontext und die Bedeutung eines Frauenhauses im Zusammenspiel sehr vieler unterschiedlicher Institutionen und Beteiligter in einer städtischen Infrastruktur aus“, so Seedorff weiter.

Auf 72 Seiten widmet sich die quadratische Broschüre einem Thema, das in der Öffentlichkeit bekannt, aber nicht präsent ist: häusliche Gewalt. „Das Frauenhaus Norderstedt ist eine wichtige Institution für Frauen in Not. Welche Bedeutung ein Frauenhaus im Umgang mit dem gesell-schaftlichen Phänomen der häuslichen Gewalt hat, wurde im Rahmen der Anstrengungen für den Neubau ins Bewusstsein der Norderstedter Öffentlichkeit gerückt. Die vorliegende Publikation knüpft daran an und trägt zu einer vielfältigen Auseinandersetzung mit und Sensibilisierung für das Thema bei“, sagt Norderstedts Zweite Stadträtin und Sozialdezernentin Anette Reinders.

Die Idee für die Broschüre entstand im Rahmen der Kooperation zwischen dem Frauenhaus und den Stadtwerken Norderstedt. „Die Stadtwerke Norderstedt haben uns finanziell beim Neubau des Frauenhauses unterstützt. Wir haben mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die konzeptionelle und redaktionelle Leistung für die Erstellung einer Publikation erbracht, die klar macht, welche Bedeutung nicht nur das Frauenhaus an sich, sondern auch die Unterstützung dieser Einrichtung für das soziale Netz einer Stadt hat“, erklärt Andrea Makies, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein, das Träger des Frauenhauses Norderstedt ist.

In der Konzeption haben die Beteiligten Wert darauf gelegt, das Thema häusliche Gewalt und die Einrichtung Frauenhaus aus vielen verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. So kommen Fachautorinnen und -autoren aus Wissenschaft und Praxis ebenso zu Wort wie betroffene Frauen und Kinder. Die Beiträge sind mal emotional-aufrührend, mal sachlich-informierend, aber immer differenziert und vielfältig. „Es hat uns sehr gefreut, dass wir so viele, auch namhafte Autorinnen und Autoren für die Broschüre gewinnen konnten“, erzählt Anita Brüning, Leiterin des Frauenhauses Norderstedt. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie den Hauptpart der redaktionellen Arbeit getragen. „Ob Professorin Sabine Stövesand, die an der HAW Hamburg Soziale Arbeit lehrt und das Hamburger StoP-Projekt für Nachbarschaftshilfe bei häuslicher Gewalt ins Leben gerufen hat, oder Klaus-Peter David, Diplompädagoge, Psychotherapeut und Leiter der Männerberatungsstelle im Packhaus Kiel, ob die Polizei, das Jugendamt oder das Amtsgericht Norderstedt, sie alle haben zu einem Buch beigetragen, das nicht anklagt, sondern bewusst macht“, so Anita Brüning weiter.

Der Tatsache, dass die Beschäftigung mit dem Thema häusliche Gewalt für viele Menschen nicht einfach ist, trägt das Buch Rechnung, indem es verschiedene Betrachtungsebenen anbietet: Fachbeiträge, Berichte von betroffenen Frauen und Kindern, Informationen zu den Aufgaben und zur täglichen Arbeit des Frauenhauses und die fiktive Geschichte der Lisa F. stehen gleichwertig nebeneinander und laden dazu ein, sich entweder nur auf eine Textform zu konzentrieren oder die Broschüre von vorne bis hinten durchzulesen. „Der erzählerische Rahmen, die Geschichte der Lisa F., eine (fast) alltägliche Geschichte, ist dem einen oder anderen bereits aus der Akquisebroschüre für den Neubau des Frauenhauses bekannt. Im vorliegenden Buch wird sie fort- und zu einem guten Ende geführt“, sagt Gunnar Urbach, Autor der Erzählung und Fundraising-Manager des Neubau-Projekts.

Die 72 Seiten umfassende Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro in der Buchhandlung am Rathaus und in der Elatus Buchhandlung am Ochsenzoll erhältlich. Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendarbeit des Frauenhauses Norderstedt zugute.