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Energiepreise für Norderstedt steigen geringer als befürchtet

Stadtwerke Norderstedt reagieren auf steigende Energiepreise. Strompreis steigt geringfügig. Gaspreise für Bestandskunden bleiben vorerst konstant, für Neukunden wird eine Steigerung erwartet.

Seit Wochen berichten die Medien bundesweit über steigende Energiepreise für Strom und Gas. Nun reagieren auch die Stadtwerke Norderstedt, allerdings fallen die notwendigen Preisanpassungen geringer aus, als von vielen im Vorwege befürchtet wurde.

Der Strompreis setzt sich zusammen aus drei Preisbestandteilen, Kosten für Netznutzung, Kosten für Belastungen und Abgaben sowie übrige Kosten, in denen die Kosten für die Beschaffung enthalten sind. Während die Netzentgelte nur leicht gestiegen sind und die EEG-Umlage gesunken ist, stiegen die Preise an den Stromterminmärkten innerhalb eines Jahres um über 180 Prozent. Aufgrund einer risikoarmen Langfristbeschaffung können die Stadtwerke Norderstedt den Anstieg der Strombeschaffungspreise zwar deutlich abmildern, jedoch ist eine Erhöhung der Strompreise unvermeidbar. „Von der 180 prozentigen Steigerung der Beschaffungspreise kommt gerade einmal gut ein Prozent beim Haushalt an. Möglich wird das zum einen durch unsere langfristige Beschaffungsstrategie und zum anderen durch sinkende Kosten bei den Netzentgelten und der EEG-Umlage“, erläutert Jens Seedorff, Werkleiter der Stadtwerke Norderstedt. Mit großer Mehrheit hat der Stadtwerkeausschuss einer Anpassung der Strompreise in der Grund- und Ersatzversorgung zum 1. Januar 2022 zugestimmt. Die Strompreise in den Sondertarifen FairWatt und TuWatt werden in ähnlichem Umfang angepasst. „Haushalte, die sich noch in der Grundversorgung befinden, sollten über einen Wechsel nachdenken, da sich in den Sondertarifen bis zu 80 Euro im Jahr sparen lassen. Wer sich für unseren TuWatt Tarif entscheidet, entscheidet sich gleichzeitig für Windstrom aus Schleswig-Holstein und tut etwas für unser Klima“ so Seedorff.

Die Gaspreise haben sich an den Beschaffungsmärkten in der Spitze sogar versiebenfacht. Die entscheidende Frage ist hier also nicht ob, sondern wann und in welchem Umfang eine Anpassung der Gastarife unvermeidbar ist. Allerdings gibt es aktuell Signale, die zu einer Entspannung der Situation führen könnten. In der Sitzung des Stadtwerkeausschusses Ende Oktober haben sich Politik und Werkleitung daher darauf verständigt, die Entwicklung der Beschaffungspreise zu weiter beobachten und in der nächsten Sitzung im November neu zu bewerten.

Für alle Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Norderstedt ist dies bis auf Weiteres eine gute Nachricht. „Die langjährige Treue unserer Bestandskunden wird dadurch belohnt, dass Politik und Werkleitung sich darauf geeinigt haben, den FairWatt Gastarif nicht vor dem 1. April 2022 und damit erst gegen Ende der Heizperiode anzupassen“, freut sich Seedorff. Für Neukunden kann das lokale Versorgungsunternehmen diesen Tarif aufgrund der extrem hohen Beschaffungsrisiken für zusätzliche Gasmengen bis auf Weiteres jedoch nicht mehr anbieten. Ein alternatives und marktfähiges Tarifangebot soll kurzfristig zur Verfügung stehen.