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Stadtwerke Norderstedt bauen neue Trinkwasserbrunnen

Wer dieser Tage zum Spaziergang mit dem Hund oder zum Sport in den Rantzauer Forst geht, wundert sich erst einmal über einen Bohrturm am Wegesrand. Direkt an der Kreuzung Pilzhagen und Waldbühnenweg haben die Stadtwerke Norderstedt eine Baustelle eingerichtet, die Neugierige Passanten anzieht. „Die häufigste, teils aber nicht ernst gemeinte, Frage ist, ob wir nach Öl suchen. Trinkwasser vermuten die wenigsten. Dabei ist das nächste Wasserwerk nur 600 Meter Luftlinie entfernt“, sagt Wassermeister Frank Heckmann.

30.000 Liter pro Stunde, wenn die Qualität stimmt

Mit rund 40 Metern Tiefe wird der neue Brunnen zu den flacheren der dann insgesamt 17 Brunnen in Norderstedt zählen. Diverse umfangreiche Probebohrungen im Vorfeld haben ergeben, das an diesem Standort Trinkwasservorkommen zu erwarten sind, die den Qualitätsanforderungen der Stadtwerke Norderstedt gerecht werden. „Nachdem der Brunnen fertiggestellt ist, nehmen wir ihn für ein Jahr in den Testbetrieb. Erst wenn die Trinkwassermenge und –qualität dann stimmt, wird der Brunnen in unser Netz eingebunden“ erläutert Heckmann die hohen Anforderungen. Die Förderleistung des Brunnens wird dann bei etwa 30 bis 40 Kubikmeter pro Stunde liegen.

Neue Brunnen sind Teil der Versorgungsstrategie

Die Arbeiten sind Teil einer langfristigen Versorgungsstrategie der Stadtwerke Norderstedt. Die Sommer der letzten beiden Jahre waren trocken und niederschlagarm und können den Grundwasserspiegel beeinflussen. „Wäre der Bau neuer Brunnen eine Reaktion darauf wären wir viel zu spät“, stellt Nico Schellmann, Werkleiter Netze und Technik fest. Die Norderstedter Trinkwasserversorgung ist mit den drei Wasserwerken in Garstedt, Harksheide und Friedrichsgabe für viele Jahre sichergestellt. „Bei der strategischen Planung unserer Infrastrukturen denken wir in Zeithorizonten von 10, 20 bis 30 Jahren. Klimaveränderungen treten ja auch nicht plötzlich auf. Aber wir beobachten mögliche Veränderungen sehr genau, um uns bei Bedarf darauf vorzubereiten, nicht nur bei der Trinkwasserversorgung“ so Schellmann. Die beiden neuen Brunnen, ein weiterer entsteht nicht weit entfernt, werden einen alten Brunnen mit rückläufigen Erträgen ersetzen. Gleichzeitig erhöhen zusätzliche Standorte die Flexibilität der Trinkwasserförderung und viele Brunnen, verteilt auf eine größere Fläche, sorgen für eine schonendere Entnahme aus dem Grundwasserleiter.