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zu Ihrer Energieversorgung

Die deutsche Energieversorgung zählt zu den sichersten weltweit. Die Füllstände in den Gasspeichern steigen, bedingt durch die milde Witterung, wieder leicht - auch durch Gaslieferungen aus Russland. Trotz historisch hoher Beschaffungspreise an den Energiemärkten ist die Versorgung mit Strom, Gas und Wärme gesichert. Darüber hinaus werden als Reaktion auf die aktuellen Geschehnisse zusätzliche Kapazitäten zur Stromerzeugung und alternative Quellen zur Lieferung zusätzlicher Gasreserven aktiviert. Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt schon heute über 46 Prozent und der weiter voranschreitende Ausbau schafft zusätzliche Alternativen und trägt gleichzeitig zur Erreichung der bundesweiten sowie globalen Klimaziele bei. Die Antworten auf wichtige und häufig gestellen Fragen in diesem Zusammenhang haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Bundeswirtschaftsminister Habeck hat zunächst die Frühwarnstufe des Gasnotfallplans verkündet. Kurz darauf rief er mit dem Hinweis, jeder Kubikmeter Gas, der nicht verbraucht wird helfe, alle Verbraucher dazu auf, Energie zu sparen. Angesichts der hohen Preise und der Tatsache, dass es dabei hilft, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern, eine gebotene Maßnahme. Aber wo sind die Energiefresser im Haushalt und wie lassen sie sich in den Griff bekommen. Dabei möchten wir Sie unterstützen und die Experten aus unserem eigenen Energiemanagementsystem haben dazu einen Katalog einfach umsetzbarer Vorschläge erstellt.

Spartipps aus unserem Energiemanagementsystem für

Küche

Kühlschränke oder Gefriertruhen
Verbrauchen 1/5 des Stroms im Haushalt, bereits ein Grad kälter bedeutet schon 6 % mehr Verbrauch.

Spülmaschine
Moderne Geräte verbrauchen ca. 0,9 kWh Strom und rund 10 Liter Wasser.
Neue Geräte sparen 30 % gegenüber einem 15 Jahre alten Gerät ein.

Spülen von Hand
50 % höherer Energieverbrauch als durch die Spülmaschine, mehr Wasser wird verbraucht.

Herd/Backofen
Machen 11 % des gesamten Stromverbrauchs aus.

Dunstabzugshaube (Abluft)
Achtung: Dunstabzugshauben im Umluftbetrieb, also ohne Abfuhr der belasteten Abluft nach außen,
können der Luft nur Fett und Gerüche entziehen. Zur Abfuhr der Feuchtigkeit muss zusätzlich gelüftet werden.

Mikrowelle
Bei Mengen bis 400 g ist die Mikrowelle sparsamer als der Herd.

Kleingeräte
Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Eierkocher benötigen weniger Energie als das Erhitzen von Wasser auf dem Herd.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Wohnzimmer

Beleuchtung
» Schalten Sie das Licht beim Verlassen des Raums aus.
» Testen Sie, ob bei geöffneten Rollos das Tageslicht ausreicht.
» Schalten Sie das Licht nur ein, wenn es tatsächlich benötigt wird.
» Schalten Sie nur so viele Lampen an, wie auch benötigt werden.
» Schutz vor Einbrechern erhalten Sie durch Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder.
» Reinigen Sie Ihre Lampen regelmäßig, Staub verringert die Leuchtstärke.
Klimageräte


Kühlen, filtern Luft und verringern die Luftfeuchtigkeit.
» Wählen Sie die Geräte nach der Größe des Raums.
» Lassen Sie die Kühllast vom Fachmann berechnen.
» Schließen Sie bei Betrieb Fenster und Türen.
» Die eingestellte Temperatur sollte nicht mehr als 8° C Unterschied zur Außentemperatur betragen.


TV- und Videogeräte
» Schalten Sie Geräte immer komplett aus und lassen Sie Geräte nicht im Stand-by.
» Beachten Sie beim Kauf, dass der Stand-by-Verbrauch nicht mehr als ein Watt beträgt.
» Verwenden Sie schaltbare Steckerleisten. So können abends alle Geräte auf einmal vom Netz
getrennt werden.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Badezimmer

Badewanne/Dusche
Baden verbraucht dreimal so viel Energie wie Duschen:
Duschen (je nach Dauer): 30-50 l / 1-1,7 kWh, Baden: 120-150 l / 4-5 kWh

Toilette
Bei einer Spülung werden bis zu 9 l Wasser verbraucht, pro Person und Tag ergibt das bis zu 35 l.

Warmwasserbereitung
Macht 11 % des Energieverbrauchs aus.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Keller und Heizungsraum

Waschmaschine
Moderne Geräte verbrauchen weniger Strom. Beladen Sie die Waschmaschine immer voll.

Wäschetrockner
Verbrauchen sehr viel Strom. Trocknen Sie Wäsche im Freien oder nutzen Sie einen Trockenraum.

Heizung
1° C weniger spart 6 % Heizkosten. Für Wohn- und Arbeitsräume genügen 20-22° C, sonst 18° C.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Dachgeschoss, Fassade und Fenster

Dämmung, Fenster, Rollladen
» Erreichen Sie größere Einsparungen durch bauliche Maßnahmen.
» Neue Fenster sind luftdicht, halten Kälte und Schall ab.
» Achten Sie auf das Zeichen „Blauer Engel“.
» Durch Dämmung von Wänden, Böden und bessere Verglasung lassen sich über 70 % einsparen.
» Lüften Sie richtig: Stoßlüften Sie regelmäßig 5-10 Minuten.
» Wenn Sie nachts die Rollläden schließen, können Sie 15 % einsparen.
» Optimal sind dichte Rollläden und wärmegedämmte Rollladenkästen.
» Schirmen Sie im Sommer die Einstrahlung der Sonne ab.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Garten

Garten
» Setzen Sie für die Beleuchtung auf Gartenwegen oder vor der Haustür Bewegungsmelder ein.
» Verwenden Sie für die Dauerbeleuchtung im Garten am besten Energiesparlampen oder LED. Dies
erzielt eine Einsparung von bis zu 80 % Strom und erhöht die Lebensdauer der Lampen.
» Laubbäume spenden im Sommer Schatten und lassen im Winter die Sonne durch.
» Pflanzen im Südwesten des Hauses spenden nachmittags Schatten. Energie zum Kühlen wird somit
um 20 % verringert.
» Wässern Sie so selten wie möglich den Rasen und wässern Sie nur in den Abendstunden den Garten,
denn dann ist die Verdunstung geringer.
» Regenschauer reichen oft aus, um den Garten zu wässern.
» Verwenden Sie Regenwasser beim Bewässern, das spart im Jahr bis zu 1000 l Trinkwasser.
» Längeres Gras speichert mehr Wasser.

Hier finden Sie alle Energiespartipps von den Experten unseres Energiemanagementsystems.

Häufig gestellte Fragen zum Krieg in der Ukraine

Werden die Gaspreise weiter steigen?

Durch eine langfristig angelegte Beschaffungsstrategie reichen die bereits zur Versorgung unserer Kundinnen und Kunden eingekauften Gasmengen bis zum Ende der Heizperiode. Eine Anpassung der Gaspreise zum 1. April 2022 war jedoch unvermeidbar. Eine Gaspreisübersicht finden Sie hier. Durch den Krieg in der Ukraine werden die Gaspreise leider weiter steigen. Das ist bereits jetzt durch die nochmals gestiegen Großhandelspreise für Gas erkennbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine erneute Preisanpassung in diesem Jahr relativ unwahrscheinlich, aber möglich.

Auch wenn der Gasverbrauch im Zuge der saisonal steigenden Temperaturen in den kommenden Monaten sinken wird, empfehlen wir allen Haushalten, die monatlichen Abschlagzahlungen an die gestiegenen Preise anzupassen.

Wie sicher ist die Gasversorgung?

Die Stadtwerke Norderstedt waren gut auf den Winter und die Heizperiode vorbereitet und können die Versorgungssicherheit auch bis auf Weiteres uneingeschränkt garantieren. Die Füllstände der Gasspeicher steigen bedingt durch die milde Witterung wieder leicht. Deutschland hat darüber hinaus in Europa Sicherungsmechanismen, die in einer Engpasssituation greifen. In jedem Fall sind Haushaltskunden und Einrichtungen, wie beispielsweise Krankenhäuser, durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt.

Wie stark ist Deutschland auf Gaslieferungen aus Russland angewiesen?

Russland liefert mehr als 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Erdgases. Sollten Lieferungen aus Russland kurzfristig ausfallen, ist das eine Herausforderung. Um sich aus der russischen Abhängigkeit zu lösen, stehen jedoch alternative Möglichkeiten zur Verfügung.

Die Gasspeicher-Infrastruktur in Deutschland ist hervorragend. Die vorhandenen Gasspeicher füllen sich bedingt durch die milde Witterung wieder leicht. Auf EU-Ebene existiert ein verbindlich vereinbarter Solidaritätsmechanismus, um im Ernstfall Gasreserven zu teilen und insbesondere Haushalte zu schützen.

Alternativ zu russischem Erdgas könnte zukünftig die Energieerzeugung durch Flüssiggas (Liquid Natural Gas, LNG) eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Der Import von Flüssiggas in die EU ist so hoch wie noch nie. Im Januar wurden 8,1 Millionen Tonnen nach Europa gebracht. Aktuell ist eine große Menge von LNG aus den USA und Katar in Großtankern auf dem Weg nach Europa. Diese Belieferung ließe sich weiter ausbauen.

Darüber hinaus kann jeder Haushalt über eine Optimierung und Reduzierung seiner Verbräuche dazu beitragen, dass weniger russisches Gas importiert werden muss.

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation auf die Stromversorgung?

Derzeit befinden sich deutschlandweit noch 130  Kohlekraftwerke und drei Atomkraftwerke zur Stromerzeugung in Betrieb. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung in Deutschland beträgt mittlerweile mehr als 46 Prozent. Noch besser ist die Lage in Schleswig-Holstein: hier erreichten die Erneuerbaren Energien in 2020 einen Anteil von 86 Prozent an der Stromerzeugung. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf Windenergie. Hinzu kommt eine große Menge von Reserve-Kraftwerken, die in Deutschland vorgehalten werden, um beim zunehmenden Einsatz Erneuerbarer Energien eine ausreichende Versorgungssicherheit herzustellen.

Werden die Strompreise weiter steigen?

Durch den Krieg in der Ukraine werden die Strompreise vermutlich leider weiter steigen. Die langfristig angelegte Beschaffungsstrategie der Stadtwerke Norderstedt und die Abschaffung der EEG-Umlage werden wahrscheinlich genügen, um unsere Kundinnen und Kunden vor größeren Mehrbelastungen zu schützen, obwohl eine kurzfristige Erhöhung der Strompreise unvermeidbar ist. Unsere Anstrengungen zielen darauf ab, insbesondere Kundinnen und Kunden, die unserer Stromversorgung langfristig vertrauen, eine größtmögliche Preisstabilität zu gewährleisten.

Wie kann ich steigenden Energiepreisen begegnen?

Solange alles reibungslos funktioniert gerät der eigene Energieverbrauch nur all zu leicht aus dem Fokus. Empfehlungen zur energetischen Sanierung, zum Heizungstausch und zur Anschaffung effizienter Haushaltsgeräte sind gute und sinnvolle Ratschläge, die aber mit mehr oder weniger großen Investitionen verbunden und nicht ohne weiteres kurzfristig umsetzbar sind. Aber es existieren auch Maßnahmen, die sich relativ leicht anwenden lassen.

Die Experten unseres eigenen Energiemanagementsystem haben die wichtigsten Tipps zum Energiesparen im Haushalt zusammengefasst.

Der richtige Tarif: viele Haushalte beziehen Strom oder Gas in der Grundversorgung. Mit einem unkomplizierten Wechsel in einen Sondertarif lassen sich ganz einfach ein paar Euro sparen, ohne gleich den Anbieter wechseln zu müssen.

Kennen Sie schon unseren EnergiesparCheck? Am günstigsten ist die nicht verbrauchte Energie. Hier setzt unser kostenfreier Energiesparcheck mit einer mehrstufigen Beratung vor Ort oder auch per Videocall an. Hier finden Sie alle Informationen wie es geht.

Zwar ist der Winter dann vorbei und die monatlichen Verbräuche sinken, denken Sie trotzdem daran, Ihre monatliche Abschlagszahlung rechtzeitig an die gestiegenen Energiepreise anzupassen, damit bei der nächsten Jahresabrechnung alles passt und es keine Überraschung gibt. Über unser Kundenportal können Sie Ihre Abschläge bequem und unkompliziert online ändern. Aber natürlich helfen Ihnen auch die Kolleginnen und Kollegen im ServiceCenter gern weiter.

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