Energieberatung

Egal, ob Sie Rat beim Kauf einer energiesparenden Waschmaschine benötigen, regenerative Energien nutzen wollen oder Unterstützung bei der Planung Ihres Bauvorhabens suchen - auf den folgenden Seiten finden Sie Antworten.
So verteilt sich der Energieverbrauch im Haushalt:
- Heizung: 75 Prozent
- Warmwasser: 11 Prozent
- Haushaltsgeräte: 10 Prozent
- Beleuchtung: 2 Prozent
- Information/Kommunikation:2 Prozent
Unsere praktischen Energiespartipps: Energiekosten im Alltag sparen - wir zeigen Ihnen auf den nächsten Seiten, wie das funktionieren kann.
Informationen über wirksame Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und verfügbare Angebote dazu finden Sie auch auf der Internetseite der Bundesstelle für Energieeffizienz beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter
Wie kann ich Heizkosten sparen?
Raumtemperatur
Die ideale Raumtemperatur ist natürlich eine individuelle Angelegenheit.
Allerdings: Jedes Grad weniger spart etwa 6 Prozent Energie.
Zwischen 21° C und 23° C liegt also durchaus ein kleines "Vermögen". Nutzen Sie Thermostatventile, sie regeln die Raumtemperatur automatisch. Auf Stellung "3" beispielsweise wird eine Raumtemperatur von 20 °C konstant gehalten.
Die Heizung nicht hinter Schränken, Gardinen oder Tischen verstecken. Ist er gar hinter einem Vorhang angebracht, gehen dadurch im Extremfall bis zu 20 Prozent Energie verloren.
Große Möbelstücke nie direkt an die Außenwand stellen. Besser immer einen Abstand von etwa fünf Zentimetern lassen. So kann die Luft zirkulieren.
Durch eine modernere Heizungsregelung mit automatischer Nachtabsenkung, kann man viel Geld und Energie sparen, denn der Einbau ist nicht teuer.
Die regelmäßige Wartung ihrer Heizungsanlage ist äußerst wichtig.
Nicht nur, dass eine gut eingestellte Heizungsanlage bis zu 4 Prozent weniger Energie verbraucht – auch die Betriebssicherheit wird erhöht und die Störanfälligkeit wird gesenkt.
Lüften
Heizkosten sparen fängt beim richtigen Lüften an.
Ein Drei-Personen-Haushalt produziert täglich rund 11 Liter Feuchtigkeit. Die muss raus. Deshalb: Kurz, dafür häufig und kräftig lüften - viermal am Tag für fünf Minuten das Fenster richtig weit öffnen. So bleibt die Wärme in Wänden und Möbeln erhalten.
Ganz wichtig: Während des Lüftens sollte die Heizung ausgeschaltet werden. Ansonsten fährt der Thermostat durch die kalte Luft auf maximale Leistung
Angekippte Fenster transportieren zwar ebenfalls die feuchte Luft ab, lassen aber auf Dauer die Wohnung auskühlen. Dieser Effekt ist besonders spürbar, wenn die Wärme aus Fußböden, Wänden, Decken und Möbeln verschwindet.
Abdrehen
Wer für mehrere Stunden nicht zu Hause ist, sollte die Heizung auf keinen Fall ganz abdrehen.
Sonst entsteht der gleiche Effekt wie bei angekippten Fenstern: Die Wohnung kühlt aus.
Die Temperatur um nicht mehr als vier Grad absenken - das entspricht etwa einer Stufe auf dem Heizventil
Wie kann ich Stromkosten sparen?
Stromfresser
Grundsätzlich sollten Geräte komplett vom Stromnetz getrennt werden, wenn sie nicht gebraucht werden und sie nicht auf eine permanente Stromversorgung angewiesen sind. Prüfen Sie deshalb, dass der Netzkontakt auch tatsächlich unterbrochen wurde.
Der Grund: Obwohl das Gerät abgeschaltet wurde, wird das Gerät nicht 100-prozentig vom Stromnetz getrennt. Brennende Lämpchen und Anzeigen im Display sowie leise Geräusche und Wärmeentwicklung des Geräts sind ein deutliches Zeichen, dass selbst nach dem Abschalten des Gerätes noch Strom fließt.
Ein Beispiel:
Wenn Geräte wie Dimmschalter oder Netzteile warm werden, fließt Strom. Die Faustregel: Ein handwarmes Gerät "zieht" immer 5 Watt Strom – das macht rund 9 Euro im Jahr aus.
Prüfen Sie ihren Stromverbrauch:
Sollten Sie sich unsicher sein, ob und wie viel unnötige Energie verloren geht, können Sie kostenlos mit unserem Stromverbrauchsmessgerät die "Energiefresser" in Ihrem Haushalt aufspüren. Unsere Energieberater werten dann die aufgenommenen Messwerte mit Ihnen gemeinsam aus und helfen Ihnen, Einsparpotenziale aufzudecken. So können Sie ohne großen Aufwand und vor allem ohne Kosten Strom und damit Geld sparen und unsere Umwelt entlasten.
Neuanschaffungen:
Achten Sie bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten auf die Energie-Effizienz-Klasse (EEK) und wählen möglichst eines mit dem niedrigsten Energieverbrauch (EEK A). Pro 0,1 kWh, die ein Gerät täglich weniger verbraucht, lohnen sich Mehrausgaben beim Kauf von bis zu 75 Euro.
Energieeffizienzklassen
Die Energie-Effizienzklasse zeigt den Stromverbrauch eines Elektrogeräts im Vergleich zu ähnlichen Geräten an. Dabei wird der Verbrauch in Kategorien von A bis G eingeteilt, wobei A für die beste und G für die schlechteste Verbrauchsklasse steht. Durch die Fortschritte in der Gerätetechnik seit Einführung der der Einteilung geben die Klassen A bis G jedoch nicht mehr ausreichend Orientierung.
Aktuelle Geräte sind fast ausnahmslos in die Energieeffizienzklassen A und B eingestuft. Deshalb wurde bei Kühl- und Gefriergeräten die Skala um die Energieeffizienzklassen A+ und A++ für besonders sparsame Geräte erweitert.
Sparpotenzial
Ein hoher Energieverbrauch ist gleichbedeutend mit hohen laufenden Kosten. Wer beim Kauf von Elektrogeräten auf die Effizienzklasse achtet, kann also richtig sparen:
- Jahresverbrauch eines Kühlschranks (Kühl-Gefrier-Kombination)
Energie-Effizienzklasse B: etwa 475kWh
Energie-Effizienzklasse A++: etwa 181 kWh
Sparpotenzial bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: ca. 580 Euro (tarifabhängig)
- Jahresverbrauch einer Waschmaschine (bei 200 Waschgängen im Jahr)
Energie-Effizienzklasse B: etwa 266 kWh
Energie-Effizienzklasse A: etwa 170 kWh
Sparpotenzial bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: ca. 200 Euro (tarifabhängig)
- Jahresverbrauch eins Geschirrspülers (bei 200 Spülgängen im Jahr)
Energie-Effizienzklasse B: etwa 286 kWh
Energie-Effizienzklasse: etwa 210 kWh
Sparpotenzial bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: ca. 150 Euro (tarifabhängig)
Beleuchtung
Energiesparlampen:
Energiesparlampen sparen im Gegensatz zu Glühbirnen bis zu 80 Prozent Energie ein und verfügen über eine Lebensdauer von sechs Jahren.
Der Austausch einer einzigen 60-Watt-Glühlampe gegen eine 11-Watt-Energiesparlampe spart im Jahr fast 5 Euro Stromkosten. Dies ist besonders in den Bereichen sinnvoll, in denen die Lampen über eine längere Zeit brennen, zum Beispiel im Wohnzimmer oder der Küche.
Halogenstandleuchten:
Absolute Stromfresser sind Halogenstandleuchten, deren Trafos nicht mit dem Lichtschalter ausgestellt werden können. Das können Sie am ständig warmen Netzteil erkennen. Setzen Sie diese Lampen nur zur gezielten Objektbeleuchtung ein.
Verkaufverbot von Glühlampen:
Die klassische Glühbirne darf in der EU nach und nach nicht mehr verkauft werden.
Stand-by
Vorschaltgeräte helfen sparen.
So genannte "Power Safer" schalten automatisch Geräte ab, die sich im Stand-by befinden.
Es gibt sie angepasst für verschiedene Geräte wie Fax, Computer oder Unterhaltungselektronik.
Sie kosten von 15 bis 45 Euro.
Computer:
Wenn Sie den Bildschirmschoner ihres Computers so einstellen, dass er nach fünf Minuten Arbeitspause startet und der Monitor nach 15 Minuten in eine Wartestellung gebracht wird, sparen Sie bis zu 90 Prozent Strom.
Fernseh- und Videogeräte:
Ein so genannter "Ökoschalter" bei neuen Fernseh- und Videogeräten schaltet im Stand-by-Betrieb auf unter 1 Watt zurück oder komplett aus.
Elektrische Geräte:
Sie können die "Stromfresser" per Knopfdruck komplett vom Netz trennen, indem sie elektrische Geräte an eine schaltbare Steckerleiste anschließen.
Ladegeräte ziehen auch Strom, wenn sie an keinem Verbraucher angeschlossen sind.
Kühlung
Vermeiden Sie die direkte Nachbarschaft von Kühl- oder Gefriergeräten mit Herd oder Backofen – durch die Wärmeabgabe erhöht sich der Energieverbrauch der Kühlgeräte.
Es ist wichtig die Lüftungsgitter bei Stand- und Unterbaugeräten frei und sauber zu halten.
Dadurch kann die Abwärme des Gerätes gut abgeführt werden
Kochen und Backen
Wählen Sie die Größe Ihres Kochgeschirrs passend zum Durchmesser der Kochstelle aus. Bei zu kleinen Kochtöpfen auf einer großen Herdplatte, gehen bis zu 20 Prozent Wärme verloren.
Benutzen Sie immer gut schließende Topf- oder Pfannendeckel. Undichte oder gar keine Deckel können den Energiebedarf beim Kochen verdreifachen.
Setzen Sie bei lang kochenden Gerichten mit über 20 Minuten Garzeit den Schnellkochtopf ein, so sparen Sie bis zu 50% Zeit und 30% Strom.
Verwenden Sie beim Kochen möglichst wenig Flüssigkeit, das verkürzt die Zubereitungszeit Ihrer Speisen.
Kochen mit einem Liter Wasser verbraucht im Vergleich zu einem Viertel Liter ganze 25 Prozent mehr Energie.
Tipp:
Schalten Sie ruhig 5 Minuten vor Ende der Garzeit ab und nutzen Sie die Nachwärme.
Sparen Sie Strom, indem Sie den Wasserkocher beim Kochen mit einbeziehen – zum Beispiel für Spaghettiwasser. Auch Eierkochen mit dem Eierkocher verbraucht vier Mal weniger Strom als auf dem Herd.
Wie kann ich Wasserkosten sparen?
Installation
Ein tropfender Wasserhahn kann im Jahr bis zu 5.000 Liter Wasser verschwenden. Wer regelmäßig die Dichtungen kontrolliert und bei Bedarf auswechselt, kann den Wasserverbrauch deutlich reduzieren.
Toilette:
Eine Stopp-Taste oder ein kleinerer Spülkasten an der Toilettenspülung erweisen sich schnell als echte Wassersparer. Denn ohne solche Wassersparsysteme laufen neun bis 14 Liter durch die Toilettenspülung in die Kanalisation.
Dagegen kommt ein moderner Spülkasten mit drei bis sechs Litern Wasser aus.
Haushaltsgeräte
Waschen:
Mittlerweile ist die Waschwirkung von Waschmitteln so gut, dass Kochwäsche auch bei 60°C statt bei 90°C sauber wird.
Wichtig ist auch die Füllmenge der Waschmaschine immer optimal auszunutzen. Bei normal verschmutzter Wäsche ist kein Vorwaschgang nötig.
Wer Buntwäsche bei 30°C bis 40°C wäscht und bei weißer Wäsche auf Kochwäsche verzichtet, kann im Jahr etwa 200 Kilowattstunden Strom und 16 Kilogramm Waschmittel sparen.
Spülen:
Spülen von Hand ist nicht nur umständlicher, sondern verglichen mit einem effizienten Geschirrspüler auch unwirtschaftlicher.
Moderne Geschirrspüler benötigen gerade mal 13 Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke sauber zu spülen. Das ist etwa die Hälfte dessen, was für das Spülen von Hand benötigt wird. So lässt sich nicht nur Wasser, sondern auch bis zu 50 Prozent Energie sparen.
Je voller, umso besser, gilt für Waschmaschinen und Geschirrspüler.
Die Energieleistung wird erst optimal genutzt, wenn sie voll beladen sind.
Körperpflege
Duschen bringt Sparpotenzial.
Eine erfrischende Dusche statt eines heißen Vollbades ist im Sommer sowieso meist angenehmer.
Ungefährer Wasserverbrauch | |
Duschgang | Vollbad |
40 und 80 Liter | 150 bis 200 Liter |
Außerdem reduzieren Sie die Kosten für die Warmwasserbereitung.
Zahnpflege:
Sie sparen pro Minute 6 Liter Wasser, wenn Sie beim Zähneputzen den Wasserhahn zudrehen.
Was sind Energieeffizienzklassen?
Die Energie-Effizienzklasse soll anzeigen, wie viel Strom ein Elektrogerät im Vergleich zu ähnlichen Geräten verbraucht.
Der Verbrauch wird dabei in Kategorien von A bis G eingeteilt:
A steht für die beste, G für die schlechteste Verbrauchsklasse.
Durch die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte in der Gerätetechnik geben die Klassen A bis G jedoch nicht mehr ausreichend Orientierung.
Die heute angebotenen Geräte verteilen sich fast ausschließlich auf die Energieeffizienzklassen A und B. Deshalb wurde bei Kühl- und Gefriergeräten die Skala um die Energieeffizienzklassen A+ und A++ für besonders sparsame Geräte erweitert.
Sparpotenzial
Ein hoher Energieverbrauch bedeutet auch hohe laufende Kosten. Wer beim Kauf von Elektrogeräten auf die Effizienzklasse achtet, kann also richtig sparen:
• Kühlschrank (Kühl-Gefrier-Kombination)...verbraucht bei Energie-Effizienzklasse B: rund 94 Euro im Jahr (etwa 475kWh)...verbraucht bei Energie-Effizienzklasse A++: rund 36 Euro im Jahr (etwa 181 kWh)gespart bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: 580 Euro
• Waschmaschine (bei 200 Waschgängen im Jahr)
...verbraucht bei Energie-Effizienzklasse B: rund 53 Euro im Jahr (etwa 266 kWh)
...verbraucht bei Energie-Effizienzklasse A: rund 33 Euro im Jahr (etwa 170 kWh)
gespart bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: 200 Euro
• Geschirrspüler (bei 200 Spülgängen im Jahr)
...verbraucht bei Energie-Effizienzklasse B: rund 56 Euro im Jahr (etwa 286 kWh)
...verbraucht bei guter Energie-Effizienzklasse: rund 41 Euro im Jahr (etwa 210 kWh)
gespart bei 10 Jahren Gerätelaufzeit: 150 Euro
Der Gebäude-Energieausweis
Bereits heute ist ein Energieausweis beim Bau neuer Häuser oder bei Modernisierung Pflicht. Seit dem 1. Juli 2008 wird er schrittweise auch bei Vermietung, Verpachtung oder beim Verkauf bestehender Gebäude zum Muss.
Zunächst für Wohngebäude, die bis 1965 fertig gestellt wurden - für jüngere Wohngebäude seit dem 1. Januar 2009.
Die Ausweispflicht für Nicht-Wohngebäude gilt seit 1. Juli 2009.
Der Gebäude-Energieausweis ist ab Ausstellungsdatum 10 Jahre gültig.